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Aktuelles & Termine

Fortbildung der Arbeitsgruppe Trauerkonzept


Bericht zur Fortbildung der Arbeitsgruppe Trauerkonzept zum Thema religionssensible Trauerseelsorge an der IGS Stöcken

„Ein Trauerkonzept ist etwas, von dem jede Schule hofft, es nie benutzen zu müssen, es aber trotzdem unbedingt braucht.“

Ein Todesfall, der die Schule betrifft, stellt immer eine Ausnahmesituation dar. Um auf eine solche außergewöhnliche Situation besser vorbereitet zu sein und im Ernstfall schnell und angemessen reagieren zu können, traf sich die Arbeitsgruppe Trauerkonzept am 29.08. zu einer ganztägigen Fortbildung in der Aula der IGS Stöcken.

Ermöglicht von der Buhmann Stiftung, kam als Dozent Herr Frank Pätzold vom Referat für Schulpastoral des Bistums Hildesheim zu uns, um gemeinsam mit uns verschiedene Aspekte des Themas „Wenn der Tod in die Schule kommt ...“ zu erarbeiten. Unter anderem haben wir die Grundlagen schulischer Krisenprävention und -intervention besprochen, Fallbeispiele aus der persönlichen Erfahrung der Teilnehmenden diskutiert, und Handlungsperspektiven zur Trauerbewältigung mit Schülern und Kollegen entwickelt.

Dabei war es unser Ziel, für unsere Schule ein Trauerkonzept zu gestalten und damit einen Standard zu entwicklen, an den man sich im Ernstfall halten kann und der in einer solchen Ausnahmesituation als entlastende und orientierende Hilfe fungieren soll. Zu diesem Konzept gehören zu Beispiel Aspekte wie die Informationspolitik bei Todesfällen im Kollegium oder in der Schülerschaft, eine Strategieplanung zur Implementierung von Multiplikatoren/-innen an unserer Schule, aber auch die Gestaltung von trauerbezogenen Unterrichtsstunden und die Möglichkeit der Gestaltung einer Gedenkecke mit dem Trauer – Materialkoffer.

Dabei war es für uns besonders wichtig, auf eine religionssensible Gestaltung zu achten. Den vielen verschiedenen Religionen und Kulturkreisen an unserer Schule und ihren gegebenenfalls sehr unterschiedlichen Trauerbräuchen möchten wir im Trauerfall gerecht werden. Darüber hinaus kann der Materialkoffer die Möglichkeit bieten, einen Dialog zwischen den Schülerinnen und Schülern anzuregen und so wertschätzende Diskussionen und Begegnungen zwischen den unterschiedlichen Religionen in unserer sehr heterogenen Schülerschaft initiieren.

Im zweiten Teil der Fortbildung gesellte sich unser Schulleiter Herr Ruppert zu uns, und wir konnten ihm bereits einige Teile unserer Ergebnisse vorstellen und diese diskutieren.

Während unser Trauerkonzept bei weitem noch nicht vollständig ist, so sind wir in dieser sehr ertragreichen und praxisnahen Fortbildung doch einen großen Schritt weiter gekommen, nehmen viele neue Ideen und Denkanstöße für unsere Weiterarbeit mit, und haben das Gefühl, einen großen Teil an Sicherheit in unserer Arbeit mit Trauer im schulischen Kontext gewonnen zu haben. Herzlichen Dank an unseren Dozenten Herr Pätzold, der es mit seiner erfrischenden und einfühlsamen Art schaffte, uns dieses sensible Thema zugänglich zu machen, der Buhmann Stiftung für ihre Hilfe bei der Finanzierung, und der Schulleitung fürs Ermöglichen dieser Fortbildung.


Sina Locher